Sonntag-Special
Sternschnuppen-Nacht
Romantik für 2, zum Vorzugspreis
Pauschalpreis für zwei Personen
im Haupthaus: 139,-- €
im Haus der Sinne: 162,-- €
im Duschtempelzimmer: 183,-- €
in der Feuer- oder Wassersuite: 221,-- €
Die Legende: Der Schwarze Reiter
Als der „Alte Fritz“ im Jahre 1763 nach dem siebenjährigen Krieg Frieden geschlossen hatte, entließ er einen großen Teil seiner Soldaten. Einer war auch der Husar Georg Platzer, der wegen besonderer Verdienste sogar ein Pferd mitnehmen durfte. Wohlgemut ritt er von Schlesien nach Südwesten, seiner Heimat Stoffenried zu, die er vor Jahren aus Abenteuerlust verlassen hatte.
In der „Goldenen Sonne“ in Augsburg nahm er Herberge und erzählte, dass er anderentags durch den „Rauhen Forst“ nach Stoffenried reiten werde. Man warnte ihn, vor der Räuberbande „Schwarzer Peter“, niemand getraue sich ohne Schutz in das wilde Waldgebiet. Georg lachte und verwies auf seine Erlebnisse in Brandenburg und Schlesien, wo er bei General Ziethen das Fürchten verlernt habe.
Aber er hatte Pech, denn er ritt zwei Tage lang suchend in der Wildnis umher. In der zweiten Nacht gewahrte er Feuerschein, stieg vom Gaul und schlich vorsichtig näher. In einem Schlupfwinkel saßen mehrere Männer. Georg erkannte, dass es sich um die Bande des „Schwarzen Peter“ handle, die viele Menschenleben auf dem Gewissen hatte. Er wartete bis alle schliefen, fesselte dann, nachdem er ihre Waffen versteckt hatte, den Anführer und zwang ihn mit vorgehaltener Muskete, ihm zum Pferd zu folgen. Die Spießgesellen hielt er mit der Drohung in Schach, den Hauptmann sofort zu erschießen, wenn sie näherkommen würden.
Er band den „Schwarzen Peter“ an den Sattel und sprengte mit ihm in die Nacht hinein. Während er die Bande belauert hatte, war von einem Nahen Turm das Abendläuten erklungen und hatte ihm die Richtung gewiesen. Das Dorf, das er nach kurzer Zeit erreichte, war Horgau. Hier schlug er Lärm und gab seinen Gefangenen ab. Der wurde am anderen Tag nach Augsburg gebracht, wo man nicht wenig erfreut war, den lange gesuchten Räuber nun in Händen zu haben.
Der Rat verfügte, dass dem tapferen Husaren eine hohe Belohnung ausgehändigt werde. Dieser war aber mittlerweile nach Stoffenried weitergeritten. Freilich, von dem fröhlichen Übermut, den er noch in Augsburg gezeigt hatte, stand nichts mehr in seinen Zügen und es schien fast, als hätten seine tapfere Tat und die vielen Ehrungen, die ihm in Horgau zuteil geworden waren, sein Herz nur verdüstert.
Seine Traurigkeit aber hatte einen anderen Grund. Er hatte in den Tagen, da man ihn als Helden feierte, sein Herz an Lieschen, die Tochter eines reichen Horgauer Bauern, verloren und wusste, dass er sie nimmer würde freien können, denn außer dem Gaul, der ihn trug, nannte er nichts sein eigen. Als dann gar wenige Tage später eine Abordnung des Augsburger Rates erschien und mit dem Dank der Stadt eine hohe Belohnung für den mutigen Husaren überbrachte, war alles stolz auf den Platzer Georg. Nun plötzlich wohlhabend geworden, kehrte er nach Horgau zurück, erwarb dort die Taverne und heiratete sein Lieschen.

| Der sagenumwobene „Schwarze Reiter“, Georg Platzer, erwarb 1764 das Anwesen, dass seit 9 Generationen in Familienbesitz der Familie Platzer weilt.
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